Hallo zusammen
Bin fast am verzweifeln im setzen der Sprungmarken. Hab mir das
Handbuch und Videos zu Gemüte geführt. Ich kriegs nicht hin.
Kann mir da bitte jemand behilflich sein.
Das Beispiel ist eine systemische Zusammenfassung eines längeren Werkes,
damit ich nicht jedesmal das ganze Stück testen muss.
Herzlichen Dank im Voraus.
Aldo
Antworten
Hallo Aldo
Bis zum D habe ich es hinbekommen, aber wohin geht es nach dem letzten B?
- D.S. am Wiederholungszeichen bei E
- Segno bei B
- fine bei D
Gruss Paul
hallo Paul,
ich denke, dass er nach dem letzten B noch mal bis E spielen will, sonst macht der Sprung nach B keinen Sinn.
Gruß
Henning
Hallo Paul
Herzlichen Dank für die schnellen Antworten.
Im Videoschnipsel hab ich versucht mein Problem etwas klarer
darzulegen.
Segno Problem.mp4
Gruss
Aldo
Sie wollen den Teil von B bis E dreimal spielen, aber beim zweiten Mal früher rausspringen. Ich weiß nicht, ob das überhaupt geht, weil Sprunganweisungen bereits beim ersten Mal ausgeführt werden.
Als Musiker würde ich denken, dass ich meine Noten lesen solle, auf den Dirigenten achten solle und gleichzeitig mich in dem Spaghetti-Noten zurecht finden solle, doch etwas viel verlangt ist.
Ich habe in den letzten Sinfoiekonzerten mal darauf geachtet. Kein Profimusiker blättert zurück.
Hallo Aldo
Es geht doch: Mit einem D.S al Coda und einem D.S al fine. D.S. al fine muss man an eine kurze Pause hängen, welche man bei Bedarf mit einem weissn Viereck abdecken kann.
Segno No Problem.capx
Gruss Paul
Herzlichen Dank Paul, da wär ich nie drauf gekommen!!!
Das Problem der Sprünge ist nach meinem Eindruck das häufigste Problem, dass es im Notensatz gibt.
Immer wenn meine Frau in ihrem Chor ein neues Stück beginnt, sitzen wir über der Partitur und grübeln, was in welcher Reihenfolge gesungen werden soll. Wenn Fehler in den Sprunganweisungen sind, kann das sehr lange dauern und trotzdem falsch sein.
Warum gibt es die Sprünge überhaupt? Früher mussten die Noten von Hand geschrieben werden. Das ist sehr mühselig und fehleranfällig. Deshalb hat man um 1700 die Wiederholungszeichen und die Sprunganweisungen eingeführt.
Ich hatte eigentlich erwartet, dass diese Quälerei für Musiker mit dem Computersatz verschwindet. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, wie untenstehendes Beispiel zeigt.
Guten Tag Hans-Henning Flessner
Ja, das ist so eine zweischneidige Sache. in unserem Chor proben wir ausschliesslich mit Tablets. Anfänglich hatte ich die Arrangements auseinandergenommen und alle Wiederholungen und Sprünge aufgelöst. Der positive Effekt war, dass alle Sänger von der ersten Minute an den Abaluf des Stücks erfassten. Die negative Effekte: Die Partituren umfassen deutlich mehr Seiten, der Schreibaufwand ist höher, der Lerneffekt ist nicht der gleiche, als wenn sich die Abschnitte auch optisch wiederholen.
Beim Zusammenspiel mit anderen (papierorientierten) Ensembles ergeben sich Verständigungsproplemen auf grund unterschiedlicher Taktnummeren.
Nach einigem Hin-und her bin ich heute zur Auffassung gekommen, die Anzahl Takte möglichst kurz zu halten und so halt die Marker zu benutzen. Ergänzend füge ich jeweils "normalsprachliche" Hinweise hinzu so in der Form z.B. "Nach der Wiederholung, zurück zu Takt Nummer 25" usw.
Ich wünsche weiterhin frohes "Capella arbeiten"
Aldo Gilardoni